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Beschlüsse


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I. Anzahl der Auszubildenden
Der Berufsbildungsausschuss „Arzthelferinnen/Tierarzthelferinnen“ hat gemäß § 58 Abs. 1 BBiG a. F. (§ 79 BBiG vom 23.03.2005) am 29. November 2003 und der Vorstand der Sächsischen Landestierärztekammer am 24. Januar 2004 nachstehenden Beschluss zur Anzahl der Auszubildenden gefasst:

(1) Zur Sicherung der Qualität der Ausbildung entsprechend § 22 Abs. 1 Nr. 2 BBiG a. F. (§ 27 BBiG vom 23.03.2005) (Eignung der Ausbildungsstätte) wird Folgendes festgelegt:

  1. Grundsätzlich ist in jeder Praxis je Ärztin/Arzt nur eine Auszubildende oder eine Umschülerin zu beschäftigen.
  2. Auf eine Auszubildende oder eine Umschülerin kommt eine ausgebildete Arzthelferin oder eine ihr gleichgestellte Fachkraft. Diese muss während der Ausbildungs-/Umschulungszeit anwesend sein.
  3. Die nächste Auszubildende/Umschülerin ist grundsätzlich erst nach Beendigung des Ausbildungs-/Umschulungsvertrages einzustellen.

(2) Dieser Beschluss gilt analog für die Berufsausbildung zum Tierarzthelfer/zur Tierarzthelferin.

(3) Inkrafttreten
Dieser Beschluss tritt ab 1. Januar 2004 in Kraft. Gleichzeitig tritt der Beschluss vom 18. Dezember 1992 außer Kraft.

Dresden, den 29. November 2003
Dr. med. Bernhard Ackermann
Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses
(Arbeitgebervertreter)

Gisela Reißig
stellv. Vorsitzende des
Berufsbildungsausschusses
(Arbeitnehmervertreterin)

Dresden, den 24. Januar 2004
Dr. med. vet. Hans-Georg Möckel
Präsident


II. Eignung der Ausbildungsstätte
Der Berufsbildungsausschuss „Arzthelferinnen/Tierarzthelferinnen“ hat gemäß § 58 Abs. 1 BBiG a. F. (§ 79 BBiG vom 23.03.2005) am 29. November 2003 und der Vorstand der Sächsischen Landestierärztekammer am 24. Januar 2004 nachstehenden Beschluss zur Eignung der Ausbildungsstätte gefasst:

(1) Eignung einer Arztpraxis als Ausbildungsstätte

  1. Grundsätzlich ist in jeder Praxis je Ärztin/Arzt nur eine Auszubildende oder eine Umschülerin zu beschäftigen.
  2. Auf eine Auszubildende oder eine Umschülerin kommt eine ausgebildete Arzthelferin oder eine ihr gleichgestellte Fachkraft. Diese muss während der Ausbildungs-/Umschulungszeit anwesend sein.
  3. Die nächste Auszubildende/Umschülerin ist grundsätzlich erst nach Beendigung des Ausbildungs- /Umschulungsvertrages einzustellen.

(2) Eignung anderer Ausbildungsstätten als Arztpraxen, insbesondere arbeitsmedizinische Dienste, Krankenhäuser

  1. Die Voraussetzungen von 1. Nr. 1 gelten entsprechend.
  2. Die Ausbildungsstätte weist gegenüber der Sächsischen Landesärztekammer in geeigneter Weise nach (z. B. Besuch der Ausbildungsberaterin), dass die personelle, räumliche und organisatorische Ausstattung und die Patientenbetreuung mit einer Arztpraxis vergleichbar sind.
  3. Die Einrichtung verpflichtet sich im Ausbildungsvertrag, die Auszubildende grundsätzlich sechs Monate in Arztpraxen ausbilden zu lassen. Die Fachrichtungen werden durch die Sächsische Landesärztekammer festgelegt. Die ausbildende Einrichtung legt eine entsprechende Regelung mit den Arztpraxen über die Rotation der Sächsischen Landesärztekammer vor.

(3) Dieser Beschluss gilt analog für die Berufsausbildung zum Tierarzthelfer/zur Tierarzthelferin.

(4) Inkrafttreten
Dieser Beschluss tritt ab 1. Januar 2004 in Kraft.

Begründung:
Dieser Beschluss dient der Ausgestaltung des § 22 BBiG a. F. (§ 27 BBiG vom 23.03.2005) – Eignung der Ausbildungsstätte.

(1) Auszubildende dürfen nur eingestellt werden, wenn

  1. die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet ist.
  2. die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht, es sei denn, dass andernfalls die Berufsausbildung nicht gefährdet wird.

(2) Eine Ausbildungsstätte, in der die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nicht im vollen Umfang vermittelt werden können, gilt als geeignet, wenn dieser Mangel durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte behoben wird.

Dresden, den 29. November 2003
Dr. med. Bernhard Ackermann
Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses
(Arbeitgebervertreter)

Gisela Reißig
stellv. Vorsitzende des
Berufsbildungsausschusses
(Arbeitnehmervertreterin)

Dresden, den 24. Januar 2004
Dr. med. vet. Hans-Georg Möckel
Präsident


III. Verkürzung der Ausbildungs- und Umschulungszeit
Der Berufsbildungsausschuss „Arzthelferinnen/Tierarzthelferinnen“ hat gemäß § 58 Abs. 1 BBiG a. F. (§ 79 BBiG vom 23.03.2005) am 29. November 2003 und der Vorstand der Sächsischen Landestierärztekammer am 24. Januar 2004 nachstehenden Beschluss zur Verkürzung der Ausbildungs- und Umschulungszeit gefasst:

(1) Grundsätze
Die Dauer der Ausbildungs- und Umschulungszeit im Beruf „Arzthelferin/Tierarzthelferin“ beträgt gemäß § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zur Arzthelferin/Tierarzthelferin vom 10. Dezember 1985 (§ 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Tiermedizinischen Fachangestellten vom 22.08.2005 [TFA-Verordnung]) grundsätzlich drei Jahre.
Ausbildung und Umschulung sind grundsätzlich im dualen System durchzuführen.
Die Anteile
- theoretischer Unterricht in einer Schule und
- betriebliches Praktikum in einer Arztpraxis
sollen zeitlich gleichgewichtig sein.

(2) Verkürzung der Ausbildungs- und der Umschulungszeit
Im Sinne einer Sicherstellung der Qualität der Ausbildung und unter Bezugnahme auf die Regelungen anderer Landesärztekammern kann eine Verkürzung der dreijährigen Ausbildungszeit grundsätzlich nur bei Erfüllung folgender Bedingungen von der Sächsischen Landesärztekammer/Sächsischen Landestierärztekammer genehmigt werden:

1. Verkürzung der Ausbildungszeit
1.1. Gemäß § 29 Abs. 2 BBiG a. F. (§ 8 Abs. 1 BBiG vom 23.03.2005) hat die Sächsische Landesärztekammer/Sächsische Landestierärztekammer auf Antrag die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass die Auszubildende das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht.
Als Maßstäbe für die Einzelfallentscheidung werden festgelegt:
- Ausbildungsende bis spätestens 30. November,
- Nachweis befriedigender Leistungen in der Praxis,
- Lernergebnisse bis 3,0 in der Berufsschule.
Das Vorliegen von Abitur, Berufsgrundbildungsjahr sowie der Abschluss einer fachfremden privaten Berufsfachschule rechtfertigen grundsätzlich keine Verkürzung von vornherein.

1.2. Gemäß § 40 Abs. 1 BBiG a. F. (§ 45 BBiG vom 23.03.2005) können Regelungen auf Zulassung zur Abschlussprüfung vor Ablauf der dreijährigen Ausbildung nach Anhören des ausbildenden Arztes und der Berufsschule getroffen werden (maximal mögliche Ausbildungsverkürzung von insgesamt sechs Monaten).
Als Maßstäbe für eine Einzelfallentscheidung werden festgelegt:
- mindestens gute Lern- und Ausbildungsergebnisse in der Arztpraxis,
- gute Lernmotivation und Lernergebnisse mit Notendurchschnitt bis 2,0 in der Berufsschule,
- mindestens befriedigende Note in der Zwischenprüfung.
Die Inhalte des Ausbildungsrahmenplanes und des im Berufsschulunterricht vermittelten
Lehrstoffes – soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist – müssen dabei vollständig anwendungsbereit sein.

2. Dauer der Umschulungszeit
Die Maßnahmen der beruflichen Umschulung müssen nach Inhalt, Art, Ziel und Dauer den besonderen Erfordernissen der beruflichen Erwachsenenqualifizierung entsprechen.

2.1. Dauer der Umschulung
Auf Grund der persönlichen Situation, des Alters, der Lebenserfahrung und einer abgeschlossenen Berufsausbildung kann gemäß § 29 Abs. 2 BBiG a. F. (§ 8 Abs. 1 BBiG vom 23.03.2005) für Umschülerinnen von vornherein generell eine sechsmonatige Verkürzung vorgesehen werden, das heißt, die Dauer der Umschulungsverträge beträgt dann 2½ Jahre.

2.2. Leistungsbonus
Zusätzlich können besonders leistungsfähige Umschülerinnen mit abgeschlossener Berufsausbildung auf Antrag vorzeitig gemäß § 40 Abs. 1 BBiG a. F. (§ 45 BBiG 23.03.2005) zur Abschlussprüfung zugelassen werden (maximal zusätzliche Verkürzung von sechs Monaten).

2.3. Umschülerinnen mit Fachberuf 1
Zusätzlich zur Verkürzung der Umschulungsdauer nach Ziffer 2.1. kann die Umschulungsdauer für Umschülerinnen mit Fachberuf gemäß § 29 Abs. 2 BBiG a. F. (§ 8 Abs. 1 BBiG vom 23.03.2005) um weitere sechs Monate verkürzt werden.

Die maximal mögliche Verkürzung der Umschulungszeit beträgt 12 Monate. Eine weitere Verkürzung ist nicht möglich.

2.4. Umschulung in bestimmten, speziell dafür vorgesehenen schulischen Einrichtungen
Die Umschulung in bestimmten, speziell dafür vorgesehenen schulischen Einrichtungen kann in Ausnahmefällen nach Anhören des Ausschusses „Ambulante Versorgung“ unter den nachfolgend aufgeführten Voraussetzungen genehmigt werden, wenn

- die Gesamtdauer nicht unter einer zweijährigen Dauer erfolgt,
- in dieser Umschulung der praktische Teil mit einem halben Zeitanteil der Gesamtumschulungszeit fest integriert ist und unter Anleitung von Ärzten und qualifiziertem Fachpersonal in Arztpraxen durchgeführt wird,
- die betriebliche Umschulung im Einzugsgebiet nicht möglich ist,
- die Anzahl der Ausbildungsplätze damit nicht verringert wird,
- der Inhalt und die Qualität dieser Umschulung dem Inhalt und der Qualität der Ausbildung im dualen System gleichwertig sind,
- die Lehrkräfte ihre Qualifikation nachgewiesen haben.

1 Fachberufe im Sinne dieses Beschlusses sind:

  • Altenpflegerin
  • Arzthelferin
  • Audiologieassistentin
  • Hebamme
  • Kinderkrankenschwester
  • Krankengymnastin
  • Krankenschwester
  • Krippenerzieherin
  • Masseurin
  • Medizinische Dokumentationsassistentin
  • Medizinisch-technische Assistentin
  • Medizinisch-technische Laborassistentin
  • Orthoptistin
  • Physiotherapeutin
  • Röntgenassistentin
  • Stomatologische Schwester
  • Tierarzthelferin
  • Zahnarzthelferin

(3) Dieser Beschluss gilt analog für die Berufsausbildung zum Tierarzthelfer/zur Tierarzthelferin.

(4) Inkrafttreten
Dieser Beschluss tritt ab 1. Januar 2004 in Kraft. Gleichzeitig tritt der Beschluss vom 16. Dezember 2000 außer Kraft.

Dresden, den 29. November 2003
Dr. med. Bernhard Ackermann
Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses
(Arbeitgebervertreter)

Gisela Reißig
stellv. Vorsitzende des
Berufsbildungsausschusses
(Arbeitnehmervertreterin)

Dresden, den 24. Januar 2004
Dr. med. vet. Hans-Georg Möckel
Präsident


Soweit in den Beschlüssen zur Bezeichnung der betroffenen Personen generisch die weibliche oder die männliche Form verwendet wird, gilt die Regelung jeweils auch für das andere Geschlecht.


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