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Berufliche Zukunftspläne der TFA-Jahrgangsabsolventen 2013

31.12.2013

Abschlussklasse 2013

Alle diesjährigen Absolventen haben ihre Anerkennung als Tiermedizinische Fachangestellte erlangt. An der alljährlich im Anschluss an die Abschlussprüfungen durchgeführten Umfrage mit Fragen zum Ausbil-dungsverlauf, zur Arbeitssituation und zum beruflichen Werdegang nahmen somit 46 Prüflinge teil. Differen-zen ergeben sich aus der Möglichkeit von Mehrfachnennungen bei einigen Fragestellungen sowie aufgrund fehlender oder nicht eindeutiger Antworten der Befragten.


1. Im Vorfeld der Ausbildung

Zugang zum Ausbildungsberuf „Tiermedizinische Fachangestellte“ hatten überwiegend Auszubildende mit Hochschul-/Fachhochschulreife bzw. Fachabitur. 70 Prozent, das sind 32 der 46 Befragten, weisen diese Vorbildung auf. Im Übrigen traten 14 Auszubildende mit Realschulabschluss die Ausbildung an. Dies entspricht dem Trend der letzten Ausbildungsjahrgänge.


Ganz unterschiedliche Gründe sind es naturgemäß, warum sich junge Menschen für die Ausbildung ent-scheiden. In 17 Fällen wollten die Auszubildenden grundsätzlich mit Tieren arbeiten bzw. Tieren helfen. Für zehn Befragte war es im Vorfeld der Ausbildung die Aussicht auf einen interessanten Beruf oder sogar den Traumberuf. Sieben Personen gaben an, sich mit dieser Ausbildung auf ein Tiermedizinstudium vorbereiten zu wollen. Für jeweils weitere sechs Absolventen war das Interesse an Biologie/Medizin bzw. ihre Tierliebe ausschlaggebend. Fünfmal wurde als Grund genannt, gern den Umgang mit Mensch und Tier zu pflegen; in einem weiteren Fall diente das Ausbildungsplatzangebot durch einen Tierarzt als spontane Entscheidungs-hilfe.


Vor dem Beginn ihrer Ausbildung informierten sich die Absolventen überwiegend mit Hilfe des Internets über den angestrebten Ausbildungsberuf (36 Antworten). Aber auch durch vorherige Praktika (12 Antworten), Freunde und Bekannte sowie den eigenen Haustierarzt (sechs Antworten), die Schule (vier Antworten), die Agentur für Arbeit (drei Antworten) erhielten sie entscheidende Informationen. Als Informationsquellen wur-den ferner einschlägige Literatur/Zeitungsartikel oder der Besuch einer Azubi-Messe genannt. In einem Fall fiel die Entscheidung zugunsten der Ausbildung so spontan, dass keine weiteren Auskünfte über das Be-rufsbild eingeholt wurden.


Die Initiativbewerbung bzw. persönliche Nachfrage nach einem Ausbildungsplatz führte in 17 Fällen zum Er-folg. An zweiter Stelle rangieren die Vermittlung eines Ausbildungsplatzes durch Freunde, Bekannte oder den Haustierarzt sowie das Finden eines freien Platzes aufgrund einer Anzeige im Internet (jeweils neun Angaben). Praktika führten fünfmal, die Hilfe der Agentur für Arbeit/Berufsberatung viermal und Ausbil-dungsplatzangebote in der Zeitung dreimal zur gewünschten Berufsausbildung.


2. Der Verlauf der Ausbildung


Waren die Auszubildenden mit ihrer Ausbildung zufrieden? Nur drei Absolventen verneinten diese Frage. Der überwiegende Teil der ausgebildeten Tiermedizinischen Fachangestellten, nämlich 93 Prozent der Absolventen (= 43 TFA), zeigte sich nach den Abschlussprüfungen zufrieden mit dem persönlichen Verlauf seiner Ausbildung. Im Hinblick auf die ausbildende Praxis/Klinik äußerten 41 TFA, das sind 89 Prozent der Befragten, ihre Zufriedenheit, vereinzelt wurden Arbeitsbedingungen und Praxisabläufe kritisiert. Zur Arbeit der Sächsischen Landestierärztekammer als zuständige Stelle für die Berufsausbildung der TFA äußerten sich 43 TFA positiv, wobei acht Absolventen angaben, sich im Laufe ihrer Ausbildung an die Kam-mer oder die Leipziger Ausbildungsberaterin Frau Dr. Blaschzik gewandt zu haben.


Überwiegend positiv wurde insgesamt auch das Lernen in der Berufsschule „Ruth Pfau“ bewertet (36 TFA). Kritik betraf hier einige Unterrichtsfächer (zehn Angaben), persönliche Erfahrungen mit einzelnen Berufs-schullehrern (sieben Angaben) oder generell die Strukturierung des Lehrplans und der Lernfelder (sechs Angaben). Manchen Auszubildenden machte ein langer Fahrweg zur Berufsschule in Leipzig, welche für sämtliche Auszubildenden in Sachsen zuständig ist, zu schaffen (vier Angaben), anderen missfielen die Prü-fungen (zwei Angaben) sowie Schulausfälle (eine Angabe).


3. Übergang Ausbildung – Berufstätigkeit


36 der 46 Prüfungsteilnehmer werden im Anschluss an ihre Ausbildung von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen, acht verneinten dies und zwei hatten eine Übernahme nicht angestrebt. Sieben der acht Befragten, welche anschließend nicht in ihrer Praxis/Klinik weiterbeschäftigt wurden, hatten leider noch keine anderweitige Anstellung gefunden. Die Umfrage unterschied bezüglich der Arbeitsverträge nach Festanstellung sowie Befristung in Vollzeit oder Teilzeit. Eine Festanstellung erhielten 18 Befragte, von denen 13 angaben, dabei in Vollzeit zu arbeiten. Befristete Arbeitsverträge schlossen ebenfalls 18 Befragte ab, hiervon arbeiten zwölf in Vollzeit.


4. Der weitere berufliche Werdegang


Waren es im Vorjahr noch zwölf TFA, die ein Studium ausdrücklich anstrebten, sind es nunmehr 19 TFA. Weitere fünf ziehen diesen Weg zumindest in Betracht. Erwartungsgemäß rangiert das Studium der Veterinärmedizin unangefochten auf Platz 1 (13 Angaben). Als weitere angedachte Studienrichtungen wurden genannt: Agrarwirtschaft, Umweltschutz, Lehramt, Biologie sowie Elementarpädagogik.


Eine zusätzliche Berufsausbildung (Umschulung) planen drei Absolventen, z. B. zur Veterinärmedizinisch-technischen Assistentin (VMTA). 28 TFA schließen eine Umschulung für sich aus, neun beziehen diese Möglichkeit immerhin in ihre Überlegungen ein.


41 Prozent der Tiermedizinischen Fachangestellten (19 TFA) möchten sich durch Fortbildungen weiter qualifizieren, ebenso viele denken darüber nach, ohne derzeit jedoch bereits konkrete Fortbildungspläne zu haben. Beliebtestes Fortbildungsgebiet ist die Tierphysiotherapie (sechs Angaben), gefolgt von der Verhaltenstherapie (drei Angaben). Angedacht sind beispielsweise auch Fortbildungen im Bereich Osteopathie, allgemein im Kleintierbereich, Homöopathie, Lahmheitsdiagnostik sowie Computertomografie. Daneben ist in einem Fall zunächst das Nachholen des Abiturs vorrangiges Ziel.



37 der Befragten äußerten, nach der Ausbildung als TFA tätig zu sein und nicht in einem anderen Bereich zu arbeiten. Ihrem Bundesland Sachsen fühlen sich 38 frischgebackene Tiermedizinische Fachangestellte verbunden, nur drei möchten zukünftig nicht mehr in Sachsen arbeiten. Als ein Grund wurde genannt, mehr von der Welt sehen zu wollen. Erfahrungen sammeln, andere Sprachen lernen, im Ausland arbeiten, das Absolvieren eines Studiums oder zumindest eines Auslandssemesters sind für einige der Anreiz, einen Auslandsaufenthalt anzustreben. In einem Fall soll dies sogar „auf unbestimmte Zeit“ geschehen. Fünfmal wurde die entsprechende Frage nach einem Auslandsaufenthalt mit „ja“ beantwortet, zudem neunmal mit „vielleicht“, überwiegend jedoch mit „nein“ (32 TFA). Welche Länder locken die Absolventen? Genannt wurden hier: Japan, Ägypten, Schweiz, Niederlande, USA und Schweden.


Besonders hervorzuheben ist schließlich, dass mit 94 Prozent der Absolventen (43 von 46 TFA) die überwiegende Mehrheit des Ausbildungsjahrgangs 2010 – 2013 nach Abschluss der Ausbildung noch immer mit ihrer Berufswahl zufrieden ist!





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