Kontakt | Impressum | Sitemap | Datenschutzerklärung
Kaestchen

EU-Heimtier-Ausweis


Zurueck merkblatt_eu_heimtierausweise_2020.pdf speichern drucken

Merkblatt Heimtierausweise

Hinweise zum Antrag auf Ermächtigung zum Empfang von Blankoausweisen, zur Ausstellung von Heimtierausweisen und/oder zum Ausfüllen von Heimtierausweisen

Im Deutschen Tierärzteblatt (Augustausgabe 2014, S.1068-1075) wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen eines Interviews über die neue EU-weite Regelung zum Verbringen von Heimtieren informiert.

Seit dem 29. Dezember 2014 gelten die neue Verordnung (EU) Nr. 576/2013 sowie die dazugehörige Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013, die die Verordnung (EG) Nr. 998/2003 abgelöst haben.

Seit dem 29. Dezember 2014 dürfen demnach für die Erstausstellung von Heimtierausweisen ausschließlich „neue Pässe“ verwendet werden, welche den Formvorgaben des Anhangs III der Durchführungsverordnung 577/2013 entsprechen.

Der neue Heimtierausweis beinhaltet u. a. erweiterte Ausfüllpflichten für den ermächtigten Tierarzt, z. B. ab wann und bis wann die Tollwutimpfung Gültigkeit hat.

Die vor dem 29. Dezember 2014 ausgestellten „alten“ Heimtierausweise behalten ihre Gültigkeit solange das Tier lebt.

Die Gültigkeitsvorschriften für Tollwutimpfungen und die Anforderungen an eine Tollwutimpfung für einen Grenzübertritt in Anhang III der Verordnung sind zu beachten, insbesondere muss danach das Heimtier zum Zeitpunkt der Verabreichung des Impfstoffs mindestens 12 Wochen alt sein.

Ein Grenzübertritt ist frühestens 21 Tage nach Abschluss des vom Hersteller für die Erstimpfung empfohlenen Impfprotokolls möglich.

Artikel 23 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 schreibt vor: „Die zuständigen Behörden stellen sicher, dass Blankoausweise nur an ermächtigte Tierärzte ausgegeben werden und dass der Name und die Kontaktdaten dieser Tierärzte in Verbindung mit der in Artikel 21 Absatz 3 genannten Nummer (Ausweisnummer) registriert werden“.

Aufgrund der sich aus der Verordnung ergebenden höheren Anforderungen, insbesondere der in Artikel 23 der genannten Verordnung, werden die entsprechenden Ermächtigungen für die Tierärzte auf Antrag erteilt.

Dazu müssen Tierärzte bei dem für sie zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) einen Antrag stellen. Das entsprechende Antragsformular händigt das LÜVA aus oder es kann auf der Homepage der Sächsischen Landestierärztekammer unter "Formulare und Merkblätter" (hier) abgerufen und ausgedruckt werden.

Tierärzte, die bisher noch nicht mit der HI-Tier-Datenbank gearbeitet haben, müssen einen Antrag auf Erteilung einer Ermächtigung für Tätigkeiten nach Artikel 22 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 (Ausstellung und Ausfüllen von Heimtierausweisen) sowie zum Empfang von Blankoausweisen nach Artikel 23 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 und gleichzeitig einen Antrag auf Erteilung einer Registriernummer (= Zugangsdaten für die HI-Tier-Datenbank) beim zuständigen LÜVA stellen.
Tierärzte, die bisher mit der HI-Tier Datenbank gearbeitet haben und deshalb schon eine Registriernummer besitzen, müssen ebenfalls einen Antrag auf Erteilung einer Ermächtigung für Tätigkeiten nach Artikel 22 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 (Ausstellung und Ausfüllen von Heimtierausweisen) sowie zum Empfang von Blankoausweisen nach Artikel 23 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 und gleichzeitig einen Antrag auf Zuteilung des neuen Betriebstyps 754 („ermächtigter Tierarzt zur Heimtierpassausgabe“) beim zuständigen LÜVA stellen.

Das LÜVA leitet eine Kopie der erteilten Ermächtigungsverfügung an den

Landeskontrollverband Sachsen e. V. (LKV)
August-Bebel-Straße 6
09577 Lichtenwalde
Tel.: 037206 / 87-0
Fax.: 037206 / 87-230
infoline@rizu.de

weiter, welches die in Sachsen für die HI-Tier Datenbank zuständige Stelle ist. Der ermächtigte Tierarzt erhält vom LKV die notwendigen Zugangsdaten.

Mit dem Zugang zur HI-Tier Datenbank können Heimtierausweise bei den dafür autorisierten Druckereien online bestellt werden.

Mit der Zuteilung des Betriebstyps 754 weiß die Datenbank, dass Sie zum Empfang von Blankoausweisen ermächtigt sind. Die Datenbank führt für die drucklegenden Firmen eine Plausibilitätsprüfung durch, so dass nur an ermächtigte Tierärzte Blankoausweise geliefert werden. Daher ist es bei der Bestellung von Heimtierausweisen nicht mehr erforderlich die Ermächtigungsverfügung in Kopie bei der drucklegenden Firma einzureichen.

Für die ab 1. Juli 2020 bestellten und damit in der HIT-Heimtierausweisdatenbank hinterlegten Ausweise gilt: Innerhalb von sieben Tagen nach Ausgabe eines Ausweises an einen Tierhalter, ist die Ausgabe vom Tierarzt in der Datenbank kenntlich zu machen.

Nach Artikel 22 Absatz 3 der Verordnung Nr. 576/2013 werden die Angaben zur Ausstellung des Heimtierausweises (Angaben zum Tierhalter, Angaben zum Transponder, Passnummer) vom ermächtigten Tierarzt mindestens drei Jahre aufbewahrt. Zur Möglichkeit diese Daten in der HIT Datenbank einzugeben und den damit verbundenen datenschutzrechtlichen Risiken, lesen Sie bitte den entsprechenden Abschnitt in der Anleitung Benutzung HIT-Heimtierausweisdatenbank für Tierärzte.

Die Anleitung finden Sie hier.

Sonderfall: mehrere Tierärzte in einer Praxis (angestellte Tierärzte/Praxisvertretungen):

Die Bestellung von Heimtierausweisen erfolgt auf die Registriernummer der Tierarztpraxis. Die Ausweise werden auch an diese versendet. Dazu ist es notwendig, dass der Praxisinhaber die Ermächtigung gemäß Artikel 23 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 zum Bezug von Blankoausweisen hat.

Angestellte Tierärzte und Praxisvertreter können die vom Praxisinhaber bestellten Ausweise ausfüllen und ausgeben. Sie benötigen dazu allerdings eine eigene praxisbezogene Ermächtigung nach Artikel 22 der Verordnung (EU) Nr. 576/2013.

In diesem Fall dehnt sich die Aufbewahrungspflicht des ausstellenden Tierarztes (Artikel 22 Abs.3) zwingend auf den Besteller der Heimtierausweise aus. Es ist zu dokumentieren welcher Tierarzt welchen Heimtierausweis ausgestellt hat.

Die Abgabe von Blanko-Heimtierausweisen oder Heimtierausweisen mit unvollständigen Eintragungen an andere Personen, auch an andere Tierärzte als die in der eigenen Praxis / Klinik angestellten und ermächtigten Tierärzte, ist nicht zulässig, weil dadurch gegen Artikel 23 der VO verstoßen wird.

Alle anderen Tierärzte, die keine Ermächtigung zum Empfang von Blanko-Heimtierausweisen und zur Erstausstellung benötigen, stellen beim zuständigen LÜVA einen Antrag auf Erteilung einer Ermächtigung dafür, dass sie für bestimmte Tätigkeiten, wie Eintragung von Angaben über die Tollwutimpfung, des Zeitpunktes der Blutentnahme für den Test zur Titrierung von Tollwutantikörpern und Eintragungen über die Einhaltung von Gesundheitsmaßnahmen zur Vorbeugung gegen andere Krankheiten oder Infektionen als Tollwut, berechtigt sind.

Die beantragten Ermächtigungen werden von den LÜVÄ in Form einer Ermächtigungsverfügung erteilt.

Alle Regularien betreffen ausschließlich die Ausstellung von EU Heimtierausweisen nach Anhang III der Durchführungsverordnung 577/2013.


Suche


News

05.10.2020: Einladung zu »SCHAU REIN! - Woche der offenen Unternehmen« 2021

29.07.2020: Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

14.07.2020: Freie Förderplätze für Vereine und Verbände aus den Bereichen Tierschutz, Tiergesundheit oder Tierzucht – Azubis suchen wieder Webseitenprojekte

14.07.2020: Neuer Bundesvorstand an der Spitze des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V.

06.07.2020: Schlachthofschließungen sind tierschutzrelevant! Bundestierärztekammer fordert rasche Einberufung eines Krisengipfels

23.06.2020: Absage Feierliche Zeugnisübergabe Tiermedizinische Fachangestellte

04.05.2020: Coronavirus: Absage Geflügelkolloquium (09.06.2020)

27.04.2020: Coronahilfe für von Kurzarbeit betroffene Ausbildungsbetriebe

24.04.2020: FAQ-Liste zu Auswirkungen von Corona auf die Berufsausbildung in den Freien Berufen (BFB)

17.04.2020: Coronavirus und Berufsausbildung (TFA): Berufsschule

08.04.2020: Coronavirus in Sachsen: Verschiebung der Zwischenprüfung TFA

01.04.2020: Coronavirus: Übersicht für Arbeitnehmer

31.03.2020: Corona und Berufsausbildung (TFA): Was gilt jetzt?

31.03.2020: Webinar: SARS-CoV-2 / Covid-19: Aktuelle Themen und Antworten

31.03.2020: Bundesverband der Freien Berufe (BFB): Übersicht der bundesweiten Hilfen für Freiberufler

23.03.2020: Coronavirus: Allgemeinverfügung Ausgangsbeschränkungen

23.03.2020: Coronavirus: Abgesagte Veranstaltungen und Sitzungen der SLTK

18.03.2020: Coronavirus: Prüfungstermine 2020 TFA

18.03.2020: BTK: Coronavirus - Anregungen für den Praxisablauf

18.03.2020: BTK: Hinweise zum Coronavirus in Deutschland

16.03.2020: Coronavirus in Sachsen

20.02.2020: Qualvolle Tiertransporte in Drittländer endlich stoppen!

13.02.2020: „Notdienstgebühr“ ist ab dem 14. Februar gültig!

22.01.2020: Animal Hoarding | Afrikanische Schweinepest: BTK-Pressekonferenz

20.01.2020: Neue Bestmarke: 6.200 Tierärzte zur Fortbildung in Leipzig

15.01.2020: Deutschlands größter Treffpunkt für Tierärzte in Leipzig

09.01.2020: Ab 1. Januar 2020: Neuer Tarifvertrag für Tiermedizinische Fachangestellte

19.08.2019: Neues Strahlenschutzrecht – Was ist wichtig für den Tierarzt?

02.05.2019: Vernetzte Besserwisser-Gruppen: "Ihr Tierärzte habt doch keine Ahnung!"


6. Leipziger Tierärztekongress 2012

Termine

14.10.2020: Kammerversammlung

04.11.2020: Fortbildungsveranstaltung (ausgebucht)

11.11.2020: Vorstandssitzung

19.01.2021: Weiterbildungsausschuss

19.05.2021: Kammerversammlung

10.11.2021: Kammerversammlung